353. Rom von Ellen Sauer 2015

/, Reiseberichte Italien/353. Rom von Ellen Sauer 2015

Unter Leitung von Brigitte und Manfred Michalski 

02.09.2015 Mittwoch
Anreise zum Campingplatz in Leifers / Südtirol. Einige Camper sind schon früher angereist. Abends treffen sich alle Mitfahrer im Campingrestaurant zum Kennenlernen. Brigitte beginnt mit der Begrüßung der Teilnehmer und einer Einführung in den Fahrtenverlauf. Dann werden von Brigitte die Wimpel, die Aufkleber (Fahrzeugnummern) und Buttons mit den Vornamen ausgeteilt. So lernen sich die Teilnehmer kennen. Es werden keine Gruppen zusammengestellt, jeder darf nach seinen Bedarf fahren. Nachdem die Abfahrtzeit des Busses nach Bozen für den nächsten Tag bekannt ist, beginnt das gemeinsame typisch Südtiroler-Abendessen. Der Abend klingt mit div. Getränken in froher Gesprächsrunde und mit dem Verleihen von Preisen für die erste und letzte Fahrtanmeldung, den ältesten und jüngsten Teilnehmer sowie verschiedene lustige Schätzspiele z.B. Anzahl der Knöpfe an Manfreds Hemd aus.

03.09.2015 Donnerstag
Bozen, Stadtbesichtigung
Treffen an der Rezeption um 8:22 Uhr, Fahrkarten in Empfangnahme und dann mit Bruno, unserem Stadtführer, in den Bus nr.110, der um 8:42 nach Bozen abfährt. Von 530.000 Einwohnern Südtirols leben ca. 1/5 in der Landeshauptstadt, davon ca. 27 % deutschsprachige Südtiroler. Dank der von Mussolini geförderten Industrialisierung ist das Verhältnis zwischen Italienern und Südtirolern heute entspannt.  In 30 min. sind wir am Piazza Walther (Walther Platz) und erfahren von Bruno wie wechselvoll die Platzwahl der Walther von der Vogelweide Statue im Laufe der letzten Jahrhunderte war, denn jeder Herrscher wollte den Platz nach sich benennen und da war dann die Statue im Weg und wurde des Öfteren versteckt aufgestellt. Wir werfen einen Blick auf den Dom Maria Himmelfahrt mit den schönen farbig glasierten Ziegeln aus dem 14.Jh. und dem 62m hohen Turm aus dem 16.Jh. mit seiner kunstvollen Spitze. Weiter spazieren wir zum im Rokokostil erbauten Rathaus in der Altstadt und zur Franziskus-Kirche mit dem sehenswerten Flügelaltar und den Fresken im Kreuzgang. Bis zu unserem Besichtigungstermin im Archäologie Museum nutzen wir die Zeit zum Gang über die Talfer-Brücke zum pompösen Siegesdenkmal Mussolinis auf dem Siegesplatz. Vor den Kassen des Museums bilden sich wegen Ötzi lange Menschen-schlangen. Gut, dass wir einen Termin haben. Im 1.Stock liegt Ötzi, der Mann aus dem Eis, gekühlt bei 98 % Feuchtigkeit hinter Panzerglas und ist durch ein kleines Fenster anzuschauen. Vor über 5000 Jahren starb er an den Folgen einer Speerverletzung, doch sein Körper überdauerte als Mumie im Ötztaler Gletschereis. Er wurde ca. 45 Jahre alt, war 1,50 groß, hatte Schuhgröße 38 und wog zu Lebzeiten ca.50 kg. In der Ausstellung sind Original-Bekleidungsteile (ein Lendenschurz aus Ziegenfell, ein Fellmantel mit Streifen, Fellleggings und eine komplett erhaltene Fellmütze) sowie eine Axt mit Kupferschneide und ein Taschenmesser mit Feuersteinklinge zu sehen, was auf eine höhere Stellung des Ötzi deuten könnte. Im 2.Stock befindet sich die nach neusten Erkenntnissen hergestellte rekonstruierte Figur Ötzis mit seiner damaligen Bekleidung. Vollgestopft mit Wissen über Südtirol machen wir uns auf den Rückweg zum Campingplatz, wo um 17:30 die Fahrtbesprechung für morgen beginnt.  Heute werden wir vom Steiner-Camping Platzchef Herrn Pfeifer begrüßt, der diesen Platz und das Hotel von seinem Vater übernommen hat und es bald an seine Tochter übergeben wird.  Anschließend möchte Brigitte sich doch Gruppen- und Einzelfahrer notieren und so sind wir in der Gruppe 2, die wir von einem Kanada-Urlaub aus dem Jahr 2005 kennen, aufgenommen worden. Nachts werden wir von drei Böllerschüssen aus dem Schlaf gerissen und erleben dann noch ein wunderschönes Höhenfeuerwerk als krönenden Abschluss.

04.09.2015 Freitag
Fahrt nach BolognaGruppe 2 mit
            Wagen Nr. 21             Karin und Harm de Vries
            Wagen Nr. 24             Heide und Ferdinand Willenberg
            Wagen Nr. 18             Ellen und Horst Sauer 

geht um 8:45 an den Start. Wir verlassen Bozen mit Harm an der Spitze, es folgen die über Funk verbundenen Horst und Ferdinand. Zunächst über eine neue Schnellstrasse durch zwei Tunnel erreichen wir die Autobahn A 22. Noch begleiten uns Apfel- und Weinan-baugebiete und am Horizont die Dolomiten auf der einen und die Brentagruppe auf der anderen Seite. Die Fahrt geht an Trento vorüber und ab Rovereto bis nahe Verona lockt der Gardasee, aber wir behalten unser Ziel fest im Blick. Ab Verona verändert sich das Landschaftsbild, die Berge fehlen und es wird Landwirtschaft betrieben. Die Ernte ist schon eingefahren, viele Äcker bereits gepflügt und das Heu wird gerade aufgeladen. Hinter Montova überqueren wir den Po, der nur wenig Wasser führt. Am Autobahndreieck Modena biegen wir auf die A 1 nach Bologna ab und fahren mit Blick auf eine Bergkette bis zur Abfahrt Bologna Fiera (Messegelände). Von dort geht es mit guter Beschilderung zum Campingplatz Hotelcamping Bologna.

05.09.2015 Samstag
Mit einem Reisebus Fahren wir um 8 Uhr nach Maranello, dieser Ort begeistert schon mit seinem Namen alle Ferrari-Fans. Wir dürfen das Ferrari- Museum mit deutschsprachiger Führung durchstreifen, vorbei an den vielen Pokalen, welche die Konstrukteure gewonnen haben, Rennwagen von verschiedenen siegreichen Fahrten und Fahrzeuge, die im Besitz von Multimillionären hier zur Schau gestellt sind. Wir sind begeistert von so viel Motorpracht. Zum Mittagessen fahren wir in die Po-Ebene, über einen Deich geht die Fahrt durch das Überschwemmungsgebiet des Po, das jetzt von grünen Wiesen und Äckern auf denen Zuckerrüben aufgeschichtet sind, auf Hochwasser warten kann. Das Mittagessen besteht aus verschiedene Schinkensorten, Salami und einem warmen mit Schmalz gebackenen Spezialbrot als Vorspeise, es folgen als Hauptgericht ein Risotto, gefüllte Teigtaschen und Schweinebraten mit Bratkartoffeln, dazu Karaffen mit Rotweinschorle, die der Wirt laufend nachfüllt, und Wasser mit und ohne Kohlensäure. Zum Nachtisch gibt es Pflaumenmusküchlein und einen Espresso. Wir verlassen den gastlichen Ort gesättigt und besuchen Brescello, den Ort wo ab 1951 die Don Camillo und Peppone-Filme gedreht worden sind. Nachdem wir ein Gewitter mit Hagel und Starkregen unter Dach unbeschadet überstanden haben gehen wir in das dortige Museum und können das erste Filmvorführgerät des Ortes und viele Bilder aus den Filmen bewundern. Mittlerweile ist auch die Kirche geöffnet, wo die Geschichten ihren Anfang nahmen. Vor der Kirche steht die Statue von Don Camillo und schräg gegenüber vor dem Rathaus die Statue von Peppone. Auf dem Rückweg nach Bologna besuchen wir noch in Brescello die Keksfabrik von Luigi Benelli. Hier werden nach über 1000jährigen Rezepten Kekse produziert. 

06.09.2015 Sonntag
Weiterfahrt nach Rom
Um 8:30 ist unsere Gruppe startbereit. Vom Campingplatz fahren wir auf kurzem Weg zur A 1 ,der Autostrada Del Sole, inRichtung Milano – Firenze. Es geht durch eine bergige Landschaft, ein Tunnel folgt dem nächsten. Ab Arezzo verändert sich die Landschaft, es wird Wein angebaut und große Sonnenblumenfelder warten darauf abgeerntet zu werden. Tabakblätter sind zum Trocken in überdachten Plastikhallen aufgehängt. Hügelketten säumen die Anbaugebiete, bei Chiusi ragt der Monte Amati aus der Kette heraus.Bei Orvieto verlassen wir die Region Umbria und ab Orte kommen wir in die Region Lazio. Der Tevere (Tiber) begleitet uns fast auf der ganzen Fahrt, wir müssen ihn mehrfach überqueren. Nun sind wir nach ca.350 km Rom sehr nahe gekommen. Nachdem wir die Maut entrichtet haben, geht die Fahrt Richtung Flughafen. Von der Abfahrt Flaminia ist der Campingplatz gut ausgeschildert leicht zu erreichen. Nun muss eingeparkt werden, Strom angeschlossen und Stühle raus zum Willkommensschluck bei Horst und Ellen. Abends kehren wir im Campingrestaurant alle zum Essen ein. Zufrieden aber geschafft gehen wir auseiander um für morgen wieder fit zu sein.

07.09.2015 Montag
Rom, Besichtigung der antiken Stätten
Rom seit 1870 Hauptstadt Italiens, das bis1946 Königreich war, seither Republik. Auf ca.1510 km², davon 140 km² historisches Zentrum, leben 2,8 Mio. Einwohner. Eine der Haupteinnahmequellen ist der Tourismus mit jährlich 12 Mio. Besuchern.  Unser erster Besichtigungstag beginnt um 8 Uhr mit einem ca. 20 minütigen Gang über verkehrsreiche Straßen zur Metrostation Due Ponti. Von hier fahren wir nach Flaminio, wo wir umsteigen in Richtung Anagnina bis Barberini fahren. Am Treffpunkt Barbarini-Platz sind alle gut angekommen. Wir bekommen zur Verständigung Übertragungsgeräte und dann kommt auch schon die Stadtführerin, die heute Vormittag Fabrio vertritt. Und schon geht´s los. Vom Barberini-Platz mit den von Bernini erbauten Villen können wir bis zur Siegessäule schauen. Über 40 Obelisken sind überall in der Stadt verteilt. Wir wandern zunächst zur Spanischen Treppe bewundern den Brunnen in Form eines Bootes, die Mariensäule vor der Kirche Santissima Trinità die Monti und das span. Botschaftsgebäude. Von der Aussichtsterrasse des Monte Pincio haben wir einen schönen Ausblick auf die Stadt. Weiter geht´s zum berühmten Trevi Brunnen der gerade restauriert wird. Nachdem keine Münzen eingeworfen werden können, spazieren wir durch die elegante Galeria Alberto Sordi zur Marc-Aurel-Säule, welche neuerdings mit einer Statue des Hl. Paulus gekrönt ist. Über die Piazza Colonna führt der Weg zum Tempio di Adriano (Hadrian Tempel) mit der 2008 restaurierten Säulenfront mit ihren 11 (ehemals 13) weißen 15 m hohen Marmorsäulen. Die Wand dahinter war das eigentliche in der Antike mit Marmor verkleidete Heiligtum. Über die Via de Burro gelangen wir zur Jesuitenkirche Sant`Ignacio, erbaut von 1626-1650. Bemerkenswert sind die Scheinkuppel im Mittelschiff und das Deckengemälde, welches den Einzug Ignatius von Loyola in den Himmel darstellt. Das anschließend aufgesuchte Pantheon (Santa Maria Rotonda, 27 v.Chr. eingeweiht) Ist ein Rundbau mit einer Vorhalle mit 16 rosaroten und grauen Granitsäulen. Die Kuppel entspricht der Hälfte einer Kugel mit einem Durchmesser von 43,30 m. Das Licht fällt allein durch die 9 m breite Öffnung im Zenit. In dem einzigartigen antiken Kuppelbau ist die Harmonie des Kreises Stein geworden. Die Form der Piazza Navona –ein langgezogenes an der Nordseite abgerundetes Rechteck- geht auf das antike Stadion des Domitian zurück, welches um 86 n. Chr. erbaut wurde. Der anfangs schmucklose Platz wurde nach und nach mit Kirchen und Palästen umbaut. 1651 entstand der von Bernini entworfene Vierströmebrunnen. Die damals bekannten vier Erdteile sind durch den Nil, die Donau, den Rio de la Plata und den Ganges mit Figuren, Palmen und Tieren dargestellt. Die dann besuchte Aera Sacra del Largo Torre Argentina besteht aus vier Tempelanlagen aus dem 3. bis 1. Jh. v. Chr. In einem Gewirr kleiner Gässchen liegt die Piazza Mattei mit dem Schildkrötenbrunnen in der Mitte. Zwei Treppen führen auf den von Michelangelo gestalteten Kapitols-Platz auf dem Monte Capitolino. Im Mittelpunkt steht das Reitermonument des Kaisers Marc Aurel (165 n. Chr.) Vorbei an der kleinen Statue von Remus und Remulus mit der sie säugenden Wölfin begeben wir uns zum Forum Romanum mit den Ruinen aus allen Epochen des römischen Imperiums am Fuß des Kapitol-Hügels. Bis zur Freilegung und Umgestaltung in einen archäologischen Park war hier eine Kuhweide. Auf dem Weg zum Kolosseum legen wir am Konstantin-Bogen, einem Bauwerk der Spätantike, eine Pause ein. Der dreitorige Triumphbogen wurde aus Anlass des Sieges Kaiser Konstantins über seinen Mitkaiser Maxentius im Jahre 312 errichtet. Hier fährt die Stadtpolizei regelmäßig Streife und es gibt auch Bewachung durch Militär. Das Kolosseum, dessen Bau von Nero 68 n. Chr. begonnen wurde, war ein unvollständiges Amphitheater in dem die berühmten Gladiatorenkämpfe stattfanden. Der Bau ist dreigeschossig, ellipsenförmig, 50 m hoch, 188 m lang und 156 m breit. Die Arena hat eine Länge von 86 m und Breite von 54 m. Nach dem großen Brand waren die späteren Bauträger Vespesian, Titus (4. Etage) und Donitian (das Kellergeschoß). Die Außenfassade ist auf drei Geschossen in weiten Rundbögen geöffnet, die Bögen werden mit Halbsäulen flankiert. Das Gangsystem hatte die Aufgabe 20.000 Zuschauer problemlos zu ihren Plätzen in der Arena zu führen. 80 nummerierte Eingänge standen je nach Rang des Zuschauers zur Verfügung, um die verschiedenen Ränge zu erreichen. Im Kellergeschoß war Platz für die Bühnentechnik, die Tierkäfige, das Waffenlager und die Zelte der Kämpfer. Wir verlassen das größte Amphitheater der antiken Welt und fahren total erschöpft von so viel Kultur mit einem Reisebus zum Platz zurück. Kurz erfrischt geht es ins Campingrestaurant. Es gibt als Vorspeise Nudel mit Sauce Bolognese, als Hauptgericht Gegrilltes und gemischten Salat, Getränke (Rotwein und Wasser stehen bereit), zum Nachtisch ein Schälchen Karamelpudding mit Baiser.

08.09.2015 Dienstag
Tag zur freien Verfügung
Heute ist Ausruhen, Berichtschreiben und Aufräumen angesagt. Nachmittags setzen wir uns gemütlich mit unserer Gruppe zum Tee zusammen. Danach hat uns Brigitte zusammengerufen und wir werden Zeugen und Akteure bei der von „Pastorin“ Brigitte und „Messdiener“ Manfred vollzogenen Taufe eines Wohnmobils und eines Wohnwagens mit anschließendem feuchtfröhlichem Begießen bei den „Eltern“ der Täuflinge. Ein schöner, sonniger Tag geht zu Ende.

09.09.2015 Mittwoch
Fakultativ:
Papstaudienz auf dem Petersplatz
Wir müssen früh aufstehen, mit der Metro geht die Fahrt um 7 Uhr in Campingplatznähe los. Nach einmal Umsteigen in Flaminio geht es weiter nach Ottaviano. Als alle Pilger zusammen sind machen wir uns auf den Fußmarsch zum Petersplatz. Der Petersplatz hat die Form einer Ellipse, die auf zwei Seiten Säulengänge einschließt. Wir haben Eintrittskarten zu den Stuhlreihen und da wir früh genug sind bekommen alle einen Sitzplatz. Nun heißt es warten bis ab 9:15 Uhr die einzelnen Pilgergruppen in ihren Landessprachen begrüßt werden. Als unsere Gemeinschaftsfahrt des Campingclubs aufgerufen wird, machen wir uns lautstark bemerkbar. Ab 9:40 fährt Papst Franziskus auf dem Papamobil stehend die Reihen ab und wird bejubelt. Er segnet die ihm entgegengehaltenen Kinder und winkt uns freundlich zu als er bei uns vorbeigefahren wird. Zu Beginn der Audienz wird von Kardinälen in verschiedenen Sprachen aus dem Hebräerbrief vorgelesen. Der Papst hält eine 15 minütige Ansprache auf Italienisch, die uns anschließend in Auszügen übersetzt wird. Nun sprechen die Kardinäle in verschiedenen Sprachen ihren Dank und die guten Wünsche der Länder für den Papst aus. Zum Schluss singen alle gemeinsam das Vaterunser in Latein und die Audienz endet mit dem päpstlichen Segen. Damit endet ein beeindruckender Tag und wir begeben uns mit der Metro auf den Heimweg.

10.09.2015 Donnerstag
Rom, Besichtigung der Vatikanischen Museen und des Petersdomes
Mit der Metro geht es mittags über Flaminio nach Cipro und von dort zu Fuß zu den Vatikanischen Museen. Der Vatikan ist das einzige Museum der Welt, das einen eigenen Staat bildet. Die Vatikanischen Museen nehmen einen großen Teil des Vatikanpalastes, der wiederrum neben dem Petersdom der größte Komplex des Vatikanstaates ist. Der Vatikanpalast ist bis auf den Bereich der Vatikanischen Museen einschließlich der Sixtinischen Kapelle nicht öffentlich zugänglich. Der Palastkomplex ist päpstliche Residenz, Regierungssitz der katholischen Kirche und traditionsgemäß auch Wohnsitz des Papstes. Der heutige Papst „Papst Franziskus“ benutzt diese Wohnung erstmalig nicht sondern wohnt in einem Kloster. Über ein wunderschönes Treppenhaus gelangt man in den Vatikanischen Museen auf eine Terrasse von der man einen schönen Blick in die Vatikanischen Gärten und auf die Kuppel des Peterdoms hat. Die Vatikanischen Museen bestehen nicht nur aus mehreren Sammlungen, sie umfassen auch Sehenswürdigkeiten des Vatikanpalastes. 1506 begann Papst Julius II. mit der Ausstellung einer Skulpturenkollektion, die die folgenden Päpste immer weiter vervollständigten. Alle 400 Räume können wir nicht besuchen, also betrachten wir im Museo Pio-Clementino die Laokoongruppe, wo es um die Warnung vor dem Trojanischen Pferd geht. Kurios ist die Kolossalbronze des Herkules mit Keule vom Ende des 2. Jh. Die Galleria de Candelabri bildet den prachtvollen Rahmen für antike Skulpturen, Kandelaber und Vasen.  In der Galleria Degli Arazzi hängen den Fenstern gegenüber Wandteppiche aus dem 16. Und 17. Jh. mit biblischen Szenen, zwischen den Fenstern Episoden aus dem Leben Papst Urban VIII. In der Galleria delle Carte Geografiche befinden sich 40 kartografisch exakte Landkartenfresken (1580-85) von Regionen Italiens. Bevor wir die Sixtinische Kapelle betreten, erklärt uns unser Führer Fabrio an Tafeln, wie Michelangelo die Kapelle ausgemalt hat und was uns die Fresken sagen sollen, denn drinnen soll absolute Ruhe herrschen, was bei den vielen Besuchern kaum möglich ist. 1508 beauftragte Papst Julius II. Michelangelo die Decke zu freskieren. In nur vier Jahren schuf Michelangelo ein Bildprogramm von überwältigender Wirkung. Die Bilder schildern die Schöpfungsgeschichte: Gott trennt Licht von Finsternis, schafft Sonne, Mond und Sterne, trennt Wasser und Erde und erschafft Adam und Eva und das Ganze endet mit Sündenfall und Vertreibung. 1534 gab Papst Paul III. den Auftrag die Stirnseite zu freskieren. Nur widerwillig begann Michelangelo mit der Arbeit. 1541 war das gigantische Wandgemälde des Jüngsten Gerichts vollendet. Mit königlicher Geste setzt Christus, der Herr des Jüngsten Gerichts ein gewaltiges Rad von Leibern in Bewegung, das die Gerechten in den Himmel zieht und die Bösen in die Hölle schleudert. Die vormals nackten Figuren wurden nach Michelangelos Tod auf Veranlassung von Papst Pius IV. an den anstößigen Stellen übermalt. Um die Gemälde zu schützen und zu erhalten wurde ein Kleber aufgetragen, der die Farben jedoch stark verschmutzt aussehen ließ. Bei einer späteren Restaurierung wurde alles wieder rückgängig gemacht und nun bei leicht abgedunkeltem Raum erstrahlen die Farben wie zu Michelangelos Zeiten. Tief beeindruckt von der Kunst Michelangelos und der Farbenpracht verlassen wir die Sixtinische Kapelle und begeben uns anschließend in den Petersdom. 1662 wurde dieses größte Gotteshaus des Abendlandes eingeweiht. Es bietet Platz für 60 000 Menschen. Etwa 800 Säulen, 400 Statuen und 45 Altäre schmücken den dreischiffigen Innenraum, der auch den Papstaltar mit Berninis Bronze-Baldachin, das Grab des hl. Petrus und Michelangelos berühmte Pietà, Maria mit dem toten Jesus birgt. Nach all diesen gewaltigen Eindrücken werden wir mit einem Reisebus zurück zum Campingplatz gebracht, wo wir das Ganze erst einmal verarbeiten müssen.

11.09.2015 Freitag
Tag zur freien Verfügung
Um 10 Uhr treffen wir uns, um nach Brigittes Rezept die Schütteltorten herzustellen. Da viele fleißige Hände mittun, sind die 14 Torten rasch zubereitet und wandern bis zum Verzehr in diverse Kühlschränke. Zur Kaffeezeit ging ein Gewitter nieder und der Aufbau der Kaffeetafel musste verschoben werden. Aber es hat doch noch geklappt, die Sonne ließ sich wieder sehen und so konnten wir in gemütlicher Runde unsere Kuchen verzehren und uns nett unterhalten. Zur Fahrerbesprechung hatte Brigitte eine neue Kopie der Fahrroute erstellt, so sollte es morgen möglich sein, ohne Probleme Rom zu verlassen und nach Pompei zu kommen.  

12.09.2015 Samstag
Weiterfahrt nach Pompei
Heute sind wir als letzte Gruppe unterwegs. In Flaminio haben wir Harm aus den Augen verloren und haben uns dann auf die Hinweisschilder verlassen. Rom liegt schnell hinter uns und wir fahren auf der A 1 durch eine herrliche bergige Landschaft. Es geht vorbei an den Abruzzen, 1500 bis 2000 m hohe Berge, teils nackte Felsformationen, teils mit üppigem Waldbestand. Nach ca. 180 km verlassen wir die Region Lazio und sind nun in der Region Campania. Bis Neapel Nord waren 16,40 € an Mautgebühr fällig, dann geht es auf der A 3 in Richtung Salerno weiter (an der Mautstelle sind 2,10€ fällig) bis zur Abfahrt Pompei ouvest und haben nach ca.500m unser Tagesziel den Campingplatz „ Villagio Spartacus“ erreicht. Alle sind gut angekommen und nach dem Einrichten gibt es den Willkommensschluck diesmal von Heide und Ferdinand. Wir stehen im Schatten von Limetten- und Mandarinenbäumen und abends weht eine angenehme kühle Brise vom Meer. 

13.09.2015 Sonntag
Pompeji, Besichtigung der Ausgrabungen
Mit der deutschsprachigen Paola besuchen wir am Vormittag die Ausgrabungen von Pompeji. Bereits bei den Griechen war das Land am Sarno wegen seiner Fruchtbarkeit dank eines urzeitlichen Lavastroms besiedelt. Seit 80 v.Chr. war hier eine römische Kolonie mit blühendem Handel und Handwerk. Der Verkehr im Hafen war rege und die reichen Römer bauten sich Luxusvillen. Die antike Stadt war zur Zeit des Untergangs eine wohlhabende römische Stadt. 63 n.Chr. wurden große Teile der Region Campania und auch weite Teile der Stadt durch ein Erdbeben zerstört. Der Wiederaufbau war noch nicht vollendet, als es am 24. August 79 n.Chr. zu einem verheerenden Vulkanausbruch kam, der die Stadt Pompeji mit einer 7 m dicken Schicht aus Bimsstein, Asche und Lava bedeckte. 1594 machte man zufällig archäologische Funde, doch erst im 18. Jh. wurde mit systematischen Ausgrabungen begonnen. Nach dem ersten Weltkrieg brachte man vier Fünftel der Stadt wieder ans Licht und dies gehört nun seit 1997 zum Weltkulturerbe. Wir betreten die Ausgrabungen durch das Stadttor Porte Marina zusammen mit sehr vielen Gruppen. Hinter dem Tor sind Funde aus der Römerzeit z.B. Amphoren und menschliche Gipsdarstellungen von Vesuvopfern ausgestellt. Die Reste der antiken Stadt gewähren längs der gepflasterten Straßen mit den erhöhten Bürgersteigen und den Fahrspuren in der Mitte einen Einblick in den römischen Alltag. Die rechtwinklig zueinander verlaufenden Straßen gliedern das Stadtgebiet in Regionen. Die Straßennamen haben sich die Archäologen ausgedacht. In der Basilica aus dem 2. v.Chr. wurden Geschäfte abgewickelt und Gericht gehalten. Das Marcellum war eine große überdachte Markthalle mit Fleisch-, Fisch- und Gemüseständen. Es gibt noch erhaltene Fresken vom Marktleben. Im Zentrum liegt die Terme del Foro, wo die Pompejer Erfrischung und Entspannung suchten. Es gab für Männer und Frauen getrennte Einrichtungen, wie Umkleideräume und Bäder. Zu den Bädern gehörten: das Kaltbad, Frigidarium, das lauwarme Bad, Tepidarium und das warme Bad Caldarium. Es gab keine natürlichen Thermen, sondern das Wasser musste aufgeheizt und in Rohren in die Bäder geleitet werden. Die Casa del Fauno war eines der glanzvollsten Domizile in Pompeji. Die Inschrift „Salve“ geleitet ins Innere des 1830 entdeckten Hauses mit Fußbodenmosaiken und der Bronzestatue des Tanzenden Fauns im Atrium. Es gibt auch viele Säulen zu bestaunen und das große Amphitheater in der Mitte, wo heute Opernaufführungen stattfinden. Es soll dem Kolosseum in Rom als Muster gedient haben. Erschlagen von all den kulturellen Eindrücken und erschöpft von der großen Hitze, verlassen wir die antiken Stätten, um uns am Wohnwagen zu erholen.

14.09.2015 Montag
Fahrt zum Vesuv
Ein Reisebus holt uns um 9 Uhr am Campingplatz ab. Es geht über die Autostrada Richtung Neapel. Unterwegs können wir auf den Golf von Neapel und die großflächige Stadt schauen. Dann nach ca.22 km beginnen die 8 km Serpentinen hinauf zum Vesuv. Der Vesuv, der einzige aktive Vulkan des europäischen Festlandes, ist das Wahrzeichen der Region Campania. In der Urzeit war der Vulkan ca.3000 m hoch. Der heutige Schichtvulkan besteht aus den Gipfeln Monte Summa (1132 m) und dem Cono Vesuviano (1282 m). Seine Hänge sind bis zu einer Höhe von 700 m besiedelt. Etwa 1 Million Menschen leben in der Gefahrenzone 3 und würden bei Ausbruchgefahr als Erste evakuiert. Der verheerende Ausbruch am 24. August 79 n. Chr. zerstörte die Städte der Umgebung und schob die Küstenlinie fast 2 km ins Meer. Der Caldera-Ring brach auf, ca.850 m des Monte Summa wurden abgesprengt und der Tochtervulkan Cono Vesuviano entstand. Weitere schwere Eruptionen folgten 1500, 1631, 1794,1906 und 1944. Seit dem schläft der Vulkan. Er ist verschlossen mit einer ca. 8 km dicken erstarrten Lavaschicht, die jederzeit durch das darunterliegende brodelnde, flüssige Magma herausgeschleudert werden kann. Ständige Überwachung des Vulkans durch Archäologen soll einen Ausbruch möglichst früh erkennbar machen. Auf dem fruchtbaren Lavaboden wachsen Pinienwälder, an den Hängen des Monte Summa auch Esskastanien, Eichen und Birken. Zudem finden sich Orchideen und ganze Felder mit Ginster in dem Parco Nazionale del Vesuvio, der 1995 ins Leben gerufen wurde und von Hercunaleum bis Pompeji reicht. Der Bus hat uns bei ca. 1000 Höhenmetern abgesetzt. Dort begrüßt uns der deutschsprachige Führer Antonio und erklärt voll Begeisterung was uns erwartet. Nun heißt es die 200 Höhenmeter bis zum Kraterrand zu meistern. Es ist ein steiler aus Lava-Schotter bestehender Weg, mit Gehstock ausgestattet schaffen wir die 1, 5 km in 45 min. Oben angekommen haben wir nochmals einen wunderschönen Blick auf den Golf von Neapel, die Stadt und die Inseln. Wir schauen in den Krater, der so friedlich aussieht. Auf dem Grund ist die erkaltete Lava teilweise mit Gestrüpp bewachsen. An den Kraterwänden kann man die Schichten der einzelnen Eruptionen, besonders die von 1944 gut erkennen. Gewarnt von Antonio machen wir uns auf den gefährlichen Rückweg über den Lavaschotter. Man kann leicht ins Rutschen kommen und deshalb nehmen wir uns mehr Zeit. Um 13 Uhr fahren wir mit dem Bus die kurvige Strecke mit viel Gegenverkehr und wenig Ausweichmöglichkeiten nach unten zur Autostrada und kommen dank der Fahrkunst unseres Busfahrers heil am Campingplatz an.  

15.09.2015 Dienstag
Mit der Fähre nach Capri
Um 7 Uhr Steht ein Reisebus für uns bereit, um uns nach Capri zu bringen. Wir fahren zum Fähranleger nach Castellamare und bei ruhiger See haben wir eine schöne Überfahrt durch den Golf von Neapel zum Hafen Marina Grande von Capri. Die Insel Capri ist nur 6 km lang und 2,5 km breit und eine der meistbesuchten Inseln Europas. Sie ist nicht vulkanischen Ursprungs, sondern entstand während der letzten Eiszeit durch Abtrennung vom Festland. Die gebirgige Landschaft mit ihren beiden wichtigsten Erhebungen dem Monte Tiberio (335 m) und dem Monte Solaro (589 m), die von niedrigeren Trabanten umgeben sind, bietet Siedlungsraum auf den Hochebenen und Hügeln für das elegante Capri und das rustikale Anacapri. Wir steigen in die Busse der Insel und fahren auf der kurvenreichen, engen Straße nach Anacapri, welches an den Hängen des Monte Solaro liegt. Von der Piazza Vittoria führt der Weg an vielen Geschäften vorbei zur berühmten weißen Villa San Michelle, wo der schwedische Arzt und Schriftsteller Axel Munthe seit 1887 lebte und auch die Seuchen der damaligen Zeit bekämpfte. Zurück in Capri haben wir uns auf der Piazza Umberto dem Zentrum von Capri-Ort eingefunden. Von hier gehen wir an vielen Läden mit Schokolade-Kreationen, der ältesten Parfüm-Herstellung nach einem Rezept aus dem örtlichen Kloster, Limocelli-Angeboten und div. Andenken vorbei über die Via Krupp zum Giardini d` Augusto. Diese Gartenanlage wurde von Friedrich Alfred Krupp Anfang des 20.Jh. angelegt. Von einer Terrasse hat man einen schönen Blick zur Marina Piccola, zu den Faraglioni-Klippen und über das Hügelland im Inselinneren. In der Nähe, in einem zur Bucht abfallenden Hochtal, schauen wir auf die Certosa di San Giacomo ein ehemaliges Kartäuserkloster mit maurisch anmutenden Kuppeln und einem barocken Glockenturm. Einige von uns machen noch eine Schifffahrt rund um die Inseln, während die anderen es sich in den Bars bei Getränken und Eis gut gehen lassen. Nachdem alle wieder am Hafen vereint sind, können wir das Schiff für die Rückfahrt besteigen und kommen nach 45 Minuten wieder in Castellamare an, wo der Bus schon für uns bereit steht. Heute Abend sind wir noch zu einem 75. Geburtstag eingeladen. Brigitte gratuliert auch im Namen des DCC mit einem zum Geschenk passenden Gedicht, wir bringen ein Ständchen und Ferdinand, er DCC-Spaßmacher macht eine kuriose Inspektion des Geburtstagskindes sehr zur Freude aller. So geht ein anstrengender Tag langsam zu Ende, morgen müssen wir wieder früh raus.

16.09.2015 Mittwoch
Neapel, Stadtbesichtigung
Mit dem Reisebus und Paola, als sprachkundige Stadtführerin geht die Fahrt nach Neapel um 8 Uhr los. Vor Christi Geburt war die griechische Stadt Neapolis ein gleichberechtigter Bündnispartner Roms. Die Cäsaren nutzten sie als Sommerresidenz, was aber ihren politischen Niedergang nicht verhindern konnte. Den Römern folgten die Goten bis Neapel ein eigenständiges Herzogtum wurde. 1139 mussten sie sich den Normannen ergeben, denen die Staufer folgten. Ab 1266 regierten die Anjou als Könige über Sizilien und Neapel. Der angiovinische Regent machte Neapel zur Hauptstadt des Königreichs und beschenkte sie mit prunkvollen Kirchen und Palästen. 1442 eroberte Alfons I. aus dem Herrschergeschlecht Aragon das Königreich und behielt Neapel als Residenzstadt. Bis 1707 regierten Spanische Vizekönige, verschönerten die Stadt und machten einen Bebauungsplan 1656 nach dem Ausbruch der Pest versank die Stadt in Armut und Bedeutungslosigkeit. Im Spanischen Erbfolgekrieg ergaben sich die1707 die drei neapolitanischen Kastelle und bis 1734 herrschten nun die Habsburger. 1860/61 wurde Neapel Teil des italienischen Staates und sank von der Metropole des Königreiches zur Provinzhauptstadt ab. Im zweiten Weltkrieg wurde Neapel von den Alliierten stark zerbombt. Anfang des 20.Jh. wurde die Camorra aktiv, mit der sich die Justiz auch heute noch beschäftigt. Die mafiosen Familienclans sind die wichtigsten Arbeitgeber der Stadt. Eigenständige Wirtschaftskraft wird aus dem Fähr- und Containerhafen und dem ständig wachsenden Tourismus bezogen. Unser Besuch gilt zunächst dem Museo Archeologico Nationale. Im Erdgeschoß sind überwiegend römische Skulpturen ausgestellt, großartige Stücke aus Pompeji und Herculaneum findet man im Atrium. In der Abteilung Mosaici sind die schönsten Mosaiken versammelt. Sie stammen aus Herculaneum und Pompeji aus der Zeit von 2.Jh. v.Chr. bis 79 n.Chr. und waren dort als Bodenmosaike verlegt. Das mit ca. 6 x 3 m größte Mosaik entstammt der Casa del Fauno und ist eine Kopie eines Gemäldes aus dem 3.Jh.v.Chr., welches zeigt, wie Alexander in der > Alexanderschlacht< den Perserkönig Darius III. mit einem Speer durchbohrt. In einigen Sälen sind Statuen und Wandmalereien aus der Villa de Papiri und im Gabinetto Segreto sind erotische Darstellungen aus Pompeji zu sehen, die lange unter Verschluss gehalten wurden. Die Abteilung Tempel di Iside (ein Modell lässt die Größe der Tempelanlage erkennen) präsentiert Malereien aus dem gleichnamigen Tempel in Pompeji, sowie Silberwaren, Gläser und Keramiken. Anschließend gehen wir zum Duomo San Genaro, deren Hauptanziehungspunkt die frühbarocke Cappella del Tesoro di San Genaro ist, wo es zahlreiche vergoldete Reliquienbüsten zu bestaunen gibt und die Blut-Reliquie des Heiligen, die sich im Mai und September auf wunderbare Weise verflüssigt, in zwei Glasampullen aufbewahrt wird. Vom ursprünglichen Dom ist nur das Mittelportal erhalten. Das Hauptschiff ist von den Seitenschiffen durch spitzbogige Arkaden getrennt und hat eine barocke Kassettendecke mit eingefügten Gemälden. Die Wände zieren viele Gemälde mit Heiligen. Unser Stadtrundgang führt uns in die Via San Gregorio Armeno, wo sich Krippenladen an Krippenladen reiht. Salvatore holt uns in der Nähe der Piazza del Gesù, wo in der Mitte die mit Rokoko-Dekor überladenen Guglia dell`immacolata und il Gesù Nuovo stehen,zur Stadtrundfahrt ab. Vorbei am Castle Nuovo, einer bedrohlich wirkenden Festung mit den Wehrtürmen und dem auf einem Kap gelegenen Castle dell´ Jovo, welches heute über eine Mole vom Festland aus zu erreichen ist. Wir fahren hinauf in das Wohngebiet der Reichen, dort haben wir eine wunderschöne Aussicht auf Stadt, Jachthafen, Vesuv und Capri. Von der Fahrt zurück besuchen wir die schöne Einkaufswelt der Galleria Umberto I. Es ist eine doppelflüglige, glasüberkuppelte Einkaufspassage mit Bodenmosaiken von Sternzeichen und eleganten Juweliergeschäften, Boutiquen und Cafés. Wir legen hier vor der Rückfahrt eine Pause bei Babà (dem in Rum getränkten neapolitanischen Nationalgebäck) und Cappuccino ein. Diesen schönen Tag beenden wir im Freien am Wohnmobil bei noch immer warmen Temperaturen.

17.09.2015Donnerstag
Ruhetag
Dieser Tag ist ausgefüllt mit Einkauf, Betten überziehen und div. Reinigungsarbeiten im WoMo und ganz wichtig der meisenbekämpfung, die winzigen Tierchen haben sich mittlerweile in allen Wagen über die Vorräte hergemacht. Heute Nachmittag hat Brigitte zum Würfelspiel Im schattigen Teil des Campingplatz-Restaurants aufgerufen. Abends wird unsere Gruppe grillen. Harm ist der Grillmeister und wir machen die Beilagen dazu.

18.09.2015 Freitag
Amalfi, Besichtigung und Schiffstour entlang der amalfitanischen Küste
Zur Abfahrt an die berühmte Panoramastraße Amalfitana bereit, erfährt unsere Begleiterin Paola, dass die Panoramastraße für alle Fahrzeuge gesperrt ist, weil es dort brennt. Unser Busfahrer ist hier zuhause und kennt Wege durch kleine Dörfer, die mit heute zwei Bussen zu bewältigen sind. In Pompeji gestartet kommen wir über Gragnano und Angri zu den Monti Lattari, deren Ausläufer mit der Halbinsel von Sorrent den südlichen Bogen des Golfs von Neapel bilden. Die Tufffelsen versperren uns den Weg nach Amalfi und nur der Fahrkunst unseres Busfahrers ist es zu verdanken, dass wir die enge kurvenreiche Straße durch den Regionalpark Monte Lattari (Passhöhe 700 m) unbeschadet überstehen. Die Fahrt bergab ist nicht weniger gefährlich, denn es herrscht reger Gegenverkehr bis Ravello.  Endlich istAmalfi erreich. Die von den Römern gegründete Stadt wurde durch Seefahrt und Handel und im 11.Jh. lebten hier 50 000 Menschen. Die Stadt wurde in die Uferfelsen, die steil zum Wasser abfallen, eingepasst. Teile Amalfis wurden in die stürmischen Meeresfluten im 11. Und 14. Jh. gerissen und im 19. Jh. durch einen gewaltigen Erdrutsch vernichtet.  Wir besteigen im Hafen ein Boot, um die wunderschöne Costiera Amalfitana, (die Küste) vom Wasser aus zu betrachten. Amalfi gegenüber fliegen Hubschrauber, die Wasser vom Meer aufnehmen um die Waldbrände zu löschen. Immer wieder steigen aus den Rauchschwaden lodernde Flammen auf und nähern sich schon den ersten Häusern. Es wird hoffentlich gelingen die Brände einzudämmen. Beeindruckend die Stadt Amalfi mit ihren an den Felsen klebenden Häusern, mit ihrem Dom und die nächsten Orte Minori und Maiori mit den terrassenförmigen Zitronenhainen und dem schönen Badestrand. (Die Schalen der Zitronen werden mit hochprozentigem Alkohol, Zuckersirup und späterem Wasserzusatz zum beliebten Limoncello verarbeitet). Wieder an Land steigen wir die steile Freitreppe zum Duomo Sant `Andrea, der im 9. Bis 13. Jh. entstand, hinauf. Im 19. Jh. durch einen Erdrutsch zerstört, wurde die vielfarbige Fassade aus Majolika und Mosaiken im 19.Jh. wiederhergestellt. Der freistehende barocke Glockenturm fasziniert durch seine gelb und grün glasierten Ziegel an der Spitze. Vom Dom blickt man auf die Piazza mit dem Brunnen mit der barocken Figur des Hl. Andreas. Durch das Hauptportal mit der Bronzetür aus Konstantinopel kommt man in das Kircheninnere. Zuerst führt der Weg durch den Kreuzgang aus dem Jahre 1268 mit seinen arabisch anmutenden Arkaden. Durch den Chiostro del Paradiso kommt man in die Krypta hinunter, wo die aus Patras überführten Gebeine des Hl. Andreas liegen. Das Hauptschiff des Doms ist barockisiert, eine mit viel Blattgold gestaltete Decke, alte Relikte sind die antiken Säulen. Unser Bus bringt uns zum Mittagessen weiter bergauf über eine für Busse gesperrte Straße, wo uns der Kellner mit dem Mofa entgegen kam um die Zufahrt zum Ristorante LA CARCARA zu ermöglichen. Der Blick auf Amalfi, die schroffen Felsen und das leckere Essen lassen uns die kurvenreiche steile Auffahrt rasch vergessen. Zurück nach Pompeji muss der Busfahrer wieder sein ganzes Können aufbieten, um die Serpentinen auf denen wir nach Amalfi gekommen sind, wieder zurück zu fahren. Starker Gegenverkehr, in den engen Kurven überholende Mopeds und PKWs und zum guten Schluss noch eine entgegenkommende Ziegenherde fordert seine ganze Aufmerksamkeit. Ab Angri benutzt er dann doch lieber die Autostrada und vermeidet die kleinen Ortsdurchfahrten. Bei den warmen Abendtemperaturen sitzen wir in kleinen Gruppen noch zusammen, um das Erlebte zu verarbeiten. So geht ein erlebnisreicher Tag zu Ende.

19.09.2015 Samstag
Besuch der Phlegräischen Felder
Die Region Kampanien, in die uns Paola mit dem Bus entführt, gehörte schon vor 2000 Jahren zu den Naturschönheiten Italiens. Hier in den Badeorten erholten sich die römischen Kaiser von ihren Regierungsgeschäften und frönten ihrer Verschwendungssucht. Die sagenumwobenen Paläste, Villen, Kriegshäfen und Thermen fielen dem Bradyseismus zum Opfer, dabei wird die Erdkruste durch unregelmäßiges Heben und Senken in Mitleidenschaft gezogen und alle dort befindlichen Bauten gehen unter. Die Reste der einst prunkvollen Thermenanlage staffeln sich von Grün überwuchert den Hang hinauf. Am Hafen in Baia, wo Nero seine Ferien verbrachte, steht noch die Ruine des Tempels der Venus. Wir besteigen hier ein Boot mit Fenstern im Unterdeck und fahren hinaus, um uns eine unter der Wasseroberfläche liegende römische Villa anzuschauen. Leider ist es heute bewölkt und das Meer ist rau, so dass wir nichts erkennen können. Der Kapitän fährt dann an der Küste mit den von Tuffsteinfelsen gesäumten Buchten vorbei. Wir sehen am Ufer von Bacoli die Tomba di Agrippina, letzte Ruhestätte der ermordeten Agrippina. Wieder an Land bringt uns der Bus über Bacoli in den Parco Nationale Fondi di Baia, wowir in einem rustikalen Restaurant mit typisch neapolitanischem Essen verwöhnt werden. 
1. kalte Vorspeise mit Ziegenkäse, Salami, Schinken, gebackene eingelegte Auberginen
2. warme Vorspeise   mit Kartoffelgratin, überbackenes Gemüse dazu verschiedene Brotsorten und verschiedene Klößchen aus Reis und Kartoffelbrei
Getränke                    Wasser und ¼ l Rotwein pro Person inbegriffen
Hauptspeise               opulenter Grillteller mit Salatbeilage und Bratkartoffeln
Nachspeise                 Melone
Wir haben das Essen als Abschied von Paola und Pompeji in vollen Zügen genossen. Aber der Tag war ja noch nicht zu Ende. Die anschließende Fahrt zum Vulcano Solfatara, eine Schwefelgrube des bekanntesten Kraters der Campi Flegrei dessen letzter Ausbruch ca.1198 stattfand. EinRundwanderweg führt über die Phlegräischen Felder (brennende Erde), wo der Schlamm bei 140°C kocht, der Boden unter den Füssen heiß und staubig ist und die mit 15 bar ausströmenden 150 – 160°C heißen Dampfschwaden nach faulen Eiern riechen. Gelber Schwefel klebt an den nackten Felswänden. Es ist dringend geraten, den Rundweg nicht zu verlassen, denn der unberechenbare Krater ist lebensgefährlich! Auf der Rückfahrt kommen wir am Lago d`Averno bei Pozzuoli vorbei von dem der Dichter Vergil befand, das es sich um den Eingang zum Hades (der griechischen Unterwelt) handelt. Es ist nicht viel Verkehr auf der Autostrada Richtung Pompeji und wir erreichen rundum zufrieden unseren Campingplatz Villagio Spartacus. Den heutigen Abend verbringen wir mit Vorbereitungen für die morgige Weiterfahrt. 

20.09.2015 Sonntag
Weiterfahrt nach Rom
Um 9:15 Uhr starten wir auf der A 3 direkt in Pompeji in Richtung Neapel. Nach der Mautstelle nach ca. 18 km teilt sich die Autobahn und wir fahren auf die A 1 Richtung Rom durch die bergige Landschaft über Caserta und Cassino, wo im 2. Weltkrieg viele Soldaten starben. Wir nehmen die Ausfahrt 19 und befahren den Grande Raccordo Anulare (ein Ring um Rom) bis zur Ausfahrt 6, dann die SS3 Richtung Flaminia zur Via Flaminia Nuova, wo unser heutiges Ziel der Campingplatz Flaminio Village liegt. Nach dem Einrichten gibt es den Willkommensschluck und wir freuen uns auf das gemeinsame Abendessen im Campingrestaurant.
Vorspeise :                 Nudel mit Tomatensoße, dazu Fladenbrot
Hauptgericht:             grüner Salat mit Tomatenstückchen in leckerem Dressing
zwei unterschiedliche Scheiben Fleisch, eine mit Kochschinken unterlegt, eine mit Spinatfüllung, dazu Pommes frites
Nachtisch:                  Kuchen
Getränke :                  Wasser, Rotwein und auf Wunsch Coca Cola
Es hat allen sehr gut geschmeckt und wir genießen die angenehme Temperatur und die leichte Brise Abend. 

21.09.2015 Montag
Tag zur freien Verfügung
Es ist nicht mehr so heiß und so ist erst einmal ausschlafen angesagt. Am Vormittag werden im nahegelegenen Supermarkt die Bestände wieder aufgefüllt. Danach gibt es nur eins: Faulenzen!! Am Nachmittag macht unsere Gruppe gemeinsame Teestunde. Nach der Fahrerbesprechung, Morgen früh geht es ja weiter, können wir ein Geburtstagskind hochleben lassen und so endet der Tag in großer Harmonie aller Gruppen.  

22.09.2015 Dienstag
Weiterfahrt nach Castiglione del Lago
Wir brechen um 9 Uhr vom Campingplatz Flaminia Village auf und erreichen nach Brigittes Beschreibung nach dem Autobahnring rund um Rom die A 1, die Autostrada Del Sole. Der Tevere (Tiber) führt bei Rom noch viel Wasser, aber je weiter wir nach Norden kommen sehen wir bei mehrfacher Flussüberquerung nur noch vertrocknete Uferregionen und wenig Wasser im Flussbett. Durch das Bergland von Lazio geht die Fahrt Richtung Florenz, bis wir nach ca. 120 km die Region Umbria erreicht haben. Hier wird in der hügeligen Landschaft wieder mehr Weinanbau und Land- und Viehwirtschaft betrieben. In Val di Chiana verlassen wir die Autostrada und fahren Richtung Peruga auf der Ra 6 bis zur Abfahrt Castiglione del Lago, von wo aus der Campingplatz Village Camping Badiaccia am Lago Trasimeno bereits ausgeschildert ist. Nach ca. dreistündiger Fahrt sind wir heil angekommen und genießen den Willkommensschluck, nachdem wir uns am See eingerichtet haben. Bei unserer Teestunde sehen wir die ersten Wildtiere in Italien: Blesshühner, viel größer als in Deutschland, weiße Reiher, Nutrias (südamerikanische Biber), und Bisamratten! Es ist nicht mehr so heiß hier, die Ersten sind schon im See zum Schwimmen, aber das Wasser ist recht kalt. Unsere Gruppe ruht, um zum gemeinsamen Abendessen wieder fit zu sein.  
Um 19 Uhr ist im Campingrestaurant der Tisch gedeckt und alle warten gespannt auf das heutige Menü. Zunächst werden Rot- und Weißwein-Krüge und Wasserflaschen, frizzante und naturale auf den Tischen verteilt und dann folgen in rascher Folge:
1.        Antipasta :     Bruchetta, Schinken (roh und gekocht),Salami, Käse, Brot mit Olivenöl
                                   Alles nett angerichtet.
Vorspeise :     Selbstgemachte Spaghetti mit Pilzsauce
Hauptgericht :            Roastbeef, selten so zartes Fleisch gegessen und es gab mehr wie reichlich, dazu Pommes frites mit hausgemachter Mayonnaise, Kroketten, gemischter Salat
4.         Nachtisch :     gemischtes Eis
Brigitte hat noch einen Test parat: Wie gut kennen wir Märchen? Die Siegerin kennt alle 14, auch bei noch so komplizierten Umschreibungen und wird mit einem Preis belohnt. Bei bis zu 10 erkannten Märchen gibt es noch kleine selbstausgesuchte Preise. Es ist spät geworden und auf dem Heimweg wird noch von dem leckeren Essen geschwärmt. 

23.09.2015 Mittwoch
Tag zur freien Verfügung
Lange schlafen, aufräumen, Tiere beobachten und den Tag genießen das ist unser heutiges Programm. Der Himmel ist bedeckt und es bläst ein frischer Wind über den See. Einige fahren zum Einkaufen in die Stadt. Den Nachmittag müssen wir wegen Regen und kaltem Wind leider drinnen verbringen.

24.09.2015 Donnerstag
Auf den Spuren von Franz von Assisi mit Stadtführung
Um 9 Uhr startet unser Reisebus zur Fahrt ins ca.50 km entfernte Assisi, wo wir uns auf die Spuren des     Hl. Franziskus begeben wollen. Die Stadt Assisi liegt malerisch am dichtbewaldeten Monte Subasic, der von den Ruinen einer einstmals wehrhaften Festung gekrönt wird.
In 790 m Höhe liegt die Einsiedelei Remo delle Crackerin, wo Benediktiner ca.1205 eine kleine Kirche errichtet haben, die Franziskus später überlassen wird. Die Stadt hat ca. 1000 Einwohner und im Jahr 6 Millionen Besucher. Es gibt hier 30 Kirchen aus verschiedenen Kunstepochen, natursteingemauerte Häuschen, auf- und absteigende Gässchen, Stiegen und Treppchen und einen wunderbaren Panoramablick in die Ebene, die sich unterhalb der Stadt erstreckt. Auf dem großen Platz vor dem Eingang zur Kathedrale werden gerade von RAI Filmaufnahmen zum Thema „Die Erde ist das Haus der Kinder“ gemacht. Ca. 50 Kinder aller Nationen sind mit Eifer dabei, wenn Sonne, Mond und Sterne aufgehen und Feuer und Wasser auf die Erde gebracht wird. Den Fortgang der Filmaufnahmen können wir nicht mehr beobachten, denn wir sind hier um mit dem deutschen Franziskaner Bruder Thomas die S. Francesco Kathedrale von Assisi zu besuchen. Francesco, Sohn betuchter Eltern, wollte mit 25 Jahren in den Krieg nach Apulien ziehen, als er in Spület einen Leprakranken auf der Straße trifft, ihn als Bruder annimmt, auf ihn zugeht und Ihn ohne Überlegung umarmt und küsst. Einer Eingebung folgend trennt er sich von seinen Eltern, nennt Gott seinen Vater und führt nun ein Einsiedlerdasein. Er wandert singend, betend und predigend durch Mittelitalien, wohnt in Grotten und Höhlen. Mit Gleichgesinnten zieht er durchs Land, lebt oft in Einsiedeleien und lebt mit und in der Natur, die er bewahren will. Durch das Kirchenportal gelangen wir in die Krypta mit den Säulen und den herrlichen Fresken. In der Mitte steht der Altar auf dem Grab des Heiligen. Im Untergeschoß in einer zweiten schlichteren Krypta steht in Form einer Stele mit rechteckigem Grundriss der schmucklose Schrein, der von schmiedeeisernen Gittern umkrallt ist, um Reliquienräuber abzuschrecken. Über eine Treppe gelangen wir zum Hauptschiff der prachtvollen Kathedrale, wo uns Bruder Thomas eine Einführung in das Leben des heiligen Franziskus anhand der Fresken an den Wänden gibt. Die Fresken mit Darstellungen aus dem Alten Testament und dem Leben Jesu werden mit dem Leben von Franziskus in Bezug gesetzt. Nach dem Besuch der Kathedrale geht es steil bergauf zu dem Restaurant, wo wir ein leckeres Dreigangmenü einnehmen. Gut gestärkt gehen wir nun mit einer deutschsprachigen Begleiterin durch die Altstadt, die von der oberhalb liegenden Festungsruine durch einen Torbogen mit Stadtmauer begrenzt wird. Hier waren früher ein Brunnen, in dem bei Strafe keine Wäsche gewaschen werden durfte, und ein Krankenhaus. Heute reihen sich hier viele kleine Läden aneinander, die es natürlich früher so nicht gab. Souvenirs, Souvenirs!!  
Wir besuchen im Regen noch die S. Maria d´ Minerva, die auf einem römischen Tempel errichtet wurde. Bei den folgenden Erweiterungen des Stadtgebietes wurden noch zwei Stadtmauern mit Torbögen eingerichtet. Zum Schluss fahren wir mit dem Bus zur Kirche S. Maria Degli Angela, in deren Mitte eine kleine Kapelle steht, wo der Heilige am 3. Oktober 1229 verstorben ist. Im Regen geht die Fahrt immer am Lago Trasimeno vorbei zurück zum Campingplatz. Die vielen Eindrücke haben uns müde gemacht und lassen uns rasch in die Wagen verschwinden.

25.09.2015 Freitag
Weiterfahrt nach Troghi il Poggetto
Unser letzter Ortswechsel findet heute statt. Bis Firenze (Florenz) sind es nur 100 km.
Wir fahren in die Toskana, ca. 18 km in Richtung Siena auf der RA 6, die Weiterfahrt geht über die A 1 Richtung Florenz durch hügelige Landschaft auf der der Anbau von Mais, Oliven und Wein betrieben wird. Bei Terranuova überqueren wir den Arno und rechts der Autostrada erheben sich die Berge des Pratomagno-Massivs, deren höchste Erhebung der P. Masserecci mit 1550 m ist. Nach Brigittes detaillierter Beschreibung nehmen wir die Abfahrt Incisa-Regello und entrichten die Maut, fahren auf der SR 69 Richtung Loppiano und auf der SP1 über eine kurvenreiche Strecke durch Burchio, Palazzolo, Le Valli bis zum Campingplatz Village iI Poggetto. Es ist ein wunderschöner Platz mit großem Schwimmbad, leider ist die Luft zu kühl zum Schwimmen. Wir genießen die Ruhe und gehen später in den einzigen Dorfladen zum Einkaufen.

26.09.2015 Samstag
Ruhetag zur freien Gestaltung
Man könnte von hieraus mit dem Bus Florenz erreichen, aber samstags ist die Verbindung nur selten und geht über die Dörfer. Mit dem PKW sind verschiedene Ziele erreichbar, z.B. Vinci, der Geburtsort von Leonardo da Vinci mit einem ihm gewidmeten Museum. Am Abend findet unser Abschiedsabend im Campingrestaurant statt. Es beginnt mit einem Prosecco, Oliven und Käsehäppchen auf der Terrasse des Lokals, dann werden wir ins Lokal gelassen, wo wir in lockeren Runde Platz nehmen. Brigitte bedankt sich bei allen Teilnehmern für das gute Miteinander. Heidi lässt mit einem netten Vortrag in Reimform die Reise Revuepassieren, wir haben viel Spaß dabei. Zum Schluss überreicht Heide ein Glas mit „Rollmöpsen“ als Dank aller Teilnehmer an die Fahrtenleitung Brigitte und Manfred, die uns mit viel Energie eine wunderschöne, erlebnisreiche und bestens vorbereitete Reise haben erleben lassen. Nun kommt der Campingwirt noch zu einer kleinen Ansprache und dann beginnt das große Essen mit 
den Getränken         Rot- und Weißwein und Wasser
drei Vorspeisen         Antipasta, Lasagne, Spaghetti
Wir sind schon gesättigt, aber es kommt noch das
Hauptgericht              verschiedenen gegrillten Fleischsorten, Pommes frites und Salat
Den Abschluss bildete ein Dessertwein, in den man trockenes Nuss-Brot zum Verzehr eintaucht. Es gibt in den Gruppen und darüber hinaus noch viele gute Gespräche bevor wir uns heute Abend trennen.  

27.09.2015 Sonntag
Abreise nach dem Frühstück
Nach einem gut bestückten Frühstücksbuffet müssen wir uns nun leider von Brigitte und Manfred und unseren neuen und alten Campingfreunden verabschieden und uns dann auf die Heimreise begeben, nicht ohne die Hoffnung zu äußern, dass wir uns irgendwo und irgendwann wiedersehen.

2016-11-14T18:33:50+02:00